Die Interessengemeinschaft Bulderner See

Eigentlich beschäftigen sich Bürger in Buldern seit 2005 mit dem Gebiet Bulderner See, vor allem Anwohner an den Zufahrtsstraßen zum See und Bewohner in Seenähe, die den zunehmenden Motorrad-Verkehr (Bikers Farm) so nicht mehr akzeptieren wollten. Auch die Investoren Jentschura und Polenz mit ihren angekündigten Großprojekten dominierten die Diskussionen. Vergessen oder verdrängt haben wir Bürger offensichtlich, dass eigentlich nicht der Privatbesitz am See, sondern das Naherholungsgebiet im Mittelpunkt stehen sollte. Die Meinungen darüber, was am See geschehen sollte, gehen aber weit auseinander.

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Bereits durchgeführte Arbeiten

Am 06.02.2015 gab es einen Ortstermin am See, an dem nahmen Vertreter der Verwaltung, des Baubetriebshofes, des NABU und Jörg Schuppelius teil.

Damals wurde der Rückschnitt von Kopfweiden am Karthäuser Mühlenbach, die Vergrößerung und Neuschaffung von Schichtachsen, um einen besseren Blick auf den See zu bekommen, und die Überprüfung der Bänke vereinbart. Heute gibt es die zurück geschnittenen Kopfweiden, die bessere Sicht auf den See (noch nicht optimal) und überarbeitete/bzw. neue Bänke.

In Aussicht gestellt hatte der Baubetriebshof der Stadt, den Rundweg an besonders kritischen Stellen auszubessern. Wer um die Seen geht, kann schon seit einiger Zeit einen komplett erneuerten Rundweg und instandgesetzte Zuwegungen vom Kindergarten und von Geistmanns-Brücke aus zum See erkennen.

Für die Zeit Herbst/Winter 2015/2016 kann sich der Baubetriebshof größere Holzschnittarbeiten vorstellen. Vom NABU wurden Maßnahmen vorgetragen, die in erster Linie den „Funktionsraum Natur“ betreffen, sehr umfangreich sind und für die Umsetzung Jahre benötigen, auch entsprechende Finanzierungen.

Angeregt und diskutiert wurden von verschiedenen Teilnehmern auch Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern am Rundweg unter Mithilfe von Schulklassen.

Stand der Planungen

Am 22.04.2015 kam es zu einem Treffen bei der Stadtverwaltung, an dem Vertreter der Stadtverwaltung, Ludger Lohmann und Jörg Schuppelius teilnahmen.

Bei diesem Treffen wurde den Vertretern der Stadt auch ein Arbeitspapier mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes übergeben.

In dem Papier stehen u.a. die Vorschläge:

  • Anlegen eines Rastplatzes am hinteren See mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
  • in Verbindung mit einer kleinen Seeterrasse, auch ein kleiner Spielplatz
  • ein bis zwei Wetterschutzhütten am Rundweg
  • ein Aussichtsstand, um die Vogelwelt besser beobachten zu können
  • eine Aussichtsplattform, wenn man vom Kindergarten auf den Rundweg stößt
  • zusätzlich Bänke nach Abstimmung mit der Verwaltung.

Mit Datum vom 27.04.2015 gibt es auch einen CDU-Antrag zum Naherholungsgebiet

In dem Antrag „wird die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität und des Naherholungswertes der Flächen am und um die Bulderner Seen einschließlich der Fläche der „Kreiseiche“ zu erstellen“.

Mit diesem Antrag befasste sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung sowie der Umweltausschuss am 16.06.2015. Ergebnis: Der Antrag wurde einstimmig angenommen (siehe DZ vom 18.06.2015 „Konzept kommt)“

Arbeitsstand in der Interessengemeinschaft

Mitglieder der Interessengemeinschaft erkunden zur Zeit, was Wetterschutzhütten und Bänke kosten und wie diese finanziert werden können. Es gibt bereits interessante Vorschläge und Absichtserklärungen betreffend Mithilfe und Finanzierung.

Für uns als Interessengemeinschaft bedeutet die jetzt beschlossene Konzepterstellung einerseits die Anerkennung unserer bisherigen Tätigkeit (praktische Arbeit am See und Ausarbeitung eines Arbeitspapiers), anderseits eine Zeitverzögerung bei der Umsetzung von Maßnahmen, weil die Stadtverwaltung und wir eigentlich schon weiter waren.

Auch stimmt, dass wir jetzt eine Unterstützung bekommen haben. Dem Beschlussentwurf für die Sitzung der Ausschüsse am 16.06.2015 können wir zudem entnehmen, dass wir und auch andere interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Erstellung des Konzeptvorschlages durch das Fachbüro beteiligt werden (Beschlussvorlage der Stadt Dülmen: WF/UW 120/2015).

 

10 Kommentare

  1. Dittmar Simon

    “Am See herrscht nahezu idyllische Stille” – vor allem in den kühleren Jahreszeiten! Im Sinne des sanften Tourismus ein wohl erstrebenswerter Zustand oder etwa nicht? Die Natur kommt in ausgewiesenen Bereichen zu ihrem Recht, die Rentnerband ist infrastrukturell bereits rundum versorgt, die Freizeitsportmöglichkeiten sind optimal, junge Leute sind bei bester Laune auf naturnahen Liegeflächen anzutreffen, eine Art Freiraumtreff neben den oftmals reglementierten Spiel- und Sportstätten ist wie von selbst entstanden, …”wie früher” hörte man ältere Leute tuscheln. “weißt Du noch…?”
    Wer oder was stört folglich noch? Fehlt ein Badegebot oder etwas ein Gassiverbot oder ein Fütterungsverbot für heimische Wasservögel? Erst wenn ein solches Problemfeld näher benannt ist, sind auch gezieltere Kommentare möglich. Unzufriedene und Regelungsfanatiker wird es ebenso oft geben wie besitzergreifende Naturfreaks! Manchmal sollten sich Dinge eher von selbst über ein tolerantes Miteinander entwickeln.

    Zu prüfen wären vorab überkommene Besitzstrukturen, die weitere Planungen behindern könnten, Möglichkeiten der Teil-Nutzungserhaltung vorhandener Bebauung (Sommergastronbomie, Umkleidemöglichkeiten, Sanitärbedarf,…). bzw. des Neubaus unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes sowie die Regeneration von “Windkorridoren” für das landesweit bekannte Windsurfzentrum, …

     
  2. Peter Hullermann

    Ich kann die Beweggründe für die Interessengemeinschaft Bulderner See durchaus verstehen. Vor allem, wenn ich mir die Wohnadressen der Mitglieder dieser Interessengemeinschft ansehe. Diese leben mehr oder weniger in direkter Nachbarschaft zum See.
    Die Zustände, die in den letzten Jahren bezüglich der Bikers-Farm am Bulderner See herschten, wünscht sich wahrscheinlich niemand mehr zurück. Motorradlärm, Open Air-Konzerte, wildes Camping usw. gehören definitiv nicht in ein naturnahes Naherholungsgebiet.

    Was mir aber in der gesamten Darstellung auf dieser WEB-Seite fehlt, sind die Interessen der zahlreichen Angler, die seit mehr als 25 Jahren den Bulderner See nutzen. Sechs Angelvereine aus Buldern, Dülmen und Hiddingsell nutzen mit ca. 1100 Angler den Bulderner See. Wir Angler führen jeweils im Herbst und im Frühjahr groß angesetzte Arbeitseinsätze und Aufräumaktionen durch, in dem riesige Mengen an Müll auf beiden Seiten des Rundwegs und auf dem Parkplatz eingesammelt werden. Die Angler haben ein nicht unerheblichen Anteil am aktuellen Zustand des Bulderner Sees. Leider befindet sich bei dem eingesammelten Müll auch schon mal Hinterlassenschaften von achtlosen Anglern, welches aber nur ein kleiner Teil des Mülls ausmacht. Diese werden, falls Sie dabei erwischt werden, hart bestraft.

    Die Entsorgung der Müllberge wird in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Dülmen durchgeführt. Diese Zusammenarbeit verläuft unkompliziert und unbürokratisch. Die Reinhaltung des Sees wird mit Hilfe der Angelvereine und auf deren Kosten durchgeführt.

    Zusätzlich wurden an und um unsere Angelgewässer teilweise mit Unterstützung der Vereinsjugend Nistkästen angebracht. Angler lieben die Ruhe und hegen die Natur. Unsere Dachverbände DAFV und Landesfischereiverband-Westfalen haben den Umwelt- und Naturschutz als besonderes Anliegen bestärkt.

    Wir Angler hoffen, dass das Jentschura-Grundstück einer für uns verträglichen Verwendung zugeführt wird. Ein brach liegendes und unkontrolliertes Grundstück sowie eine Gebäude-Ruine fördert nicht unbedingt die Ruhe und Natur am See. Ich befürchte, dass sich dort Zustände wie am Silbersee in Haltern-Sythen entwickeln könnten.

     
  3. Dittmar Simon

    13. August 2015….Das verborgene Potential des Naherholungsgebietes Bulderner See am Rande gleichnamiger “Großstadt” :

    eingebunden in die Maiswüsten der Münsterländer Parklandschaft, überzogen von einem Hauch Gülle, der gerade an den Nistkästen der Anglerjugend vorbeizieht, überlagert von den unüberhörbaren Arbeitsgeräuschen eines Düngetraktoristen liegt der “Samsonsee” in nachmittäglicher Trinkwasserqualität, kulissenartig eingerahmt vom wuchernden Naturschutzgrün, belagert von weniger als einem Dutzend Angler im Flautenmodus. Emsigeres Treiben bein den Pferdehaltern, auch ein Oldie aus der Nachbarschaft ist mit seinem Elektrofahrrad unterwegs, stürzt aus Richtung “Bikers Farm” kommend bei der Auffahrt auf die Holzbrücke angesichts eines ihm entgegenkommenden Spaziegängers mit Hund und ist nach eigenen Worten froh, dass er sich keinen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hat. Ein erholungssuchender Jogger hält sich auf dem Rundweg in respektvollem Abstand zu so mancher Böschungskante, die für verunfallte Behinderte den DLRG zu einem Einsatz in seinem Trainingsgewässer rufen könnte.

    Von Massentourismus keine Rede, zum Glück sind auch die 1100 Angler nicht zur selben Zeit am See, das wäre dann enormer Stress aus der Sicht der beteiligten Unterwasserbewohner. Wie der campierende Angler schon anmerkt, am besten wäre es, man zöge einen hohen Zaun um den See, dann hätten die Angler und Surfer wenigstens ihre Ruhe und blieben unter sich. Die Störenfriede sind schnell ausgemacht, die Zöglinge aus dem Bulderner Internat vergleichbar mit denen aus dem Ruhrgebiet am Silbersee. Natürlich haben auch hier die Lehrer versagt, wer könnte ansonsten Jugendlichen wohl besser eine Erziehung zu umweltfreundlicher Aufenthaltsverbringung angedeihen lassen? Schade nur, dass sich die Angler bei ihren jährlichen Aufräumaktionen von den qualitätsorientierten Anliegern im Stich gelassen fühlen. Welche Erwartungshaltung ist folglich stimmig?

    Nimmt man das bebaute Grundstück, so fragt sich doch jeder Laie, warum selbiges brach liegt? Unbefriedigende Nutzungsoptionen, Grundstücksspekulation über Leerstand und Verwahrlosung oder einfach nur falsche Verkaufspolitik?

    Greift man den Trend zum “Wohnen am Wasser” auf, so verbietet sich die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft für traumatisierte “Boatpeople” von selbst, unter Einbezug des Ruhebedürfnisses der Bulderner Bevölkerung käme zur Not noch eine kleine Seniorenresidenz oder ein Sanatorium, wohl aber nicht ein Konzertpavillon in Frage. Interessant wäre auch ein Projekt “Wohnen mit Fisch” in Verbindung mit einem kleinen Spezialitätenrestaurant zu “Produkten der Region” oder “Wohnen beim Pferd”?…Egal wie, die vorhandene Bebauung sollte nach Möglichkeit irgendwie erhalten werden, um auch eine ortsnahe Verwaltung für weitere Freizeiteinrichtungen und Grünanlagen mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu haben. Vorstellbar wären hier der seitens Herrn Michalak vorgeschlagene Minigolfplatz, eine Tretbootvermietung wie auf dem Aasee in Münster mit naturnahen Vogelmodellen im Sinne des NABU, ein Mehrgenerationenspielplatz mit Fitnessgeräten für Erwachsene und Spielgeräten für Kinder, ein Boule- und Bocciaplatz, evtl. auch ein Federball- oder separiertes Beachvolleyballfeld, ein Platz für Schachspieler und je nach Bedarf auch zu vermietende, überdachte Grillplätze. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Der eingeplante Nutzungsbedarf sollte sich allerdings nicht als Flop herausstellen. Unterhaltenswerte Freizeitsubstanz sollte mit Gebühren belegt und sukzessive entwickelt werden.

    Die naheliegendste Lösung eines kleinen Badestrandes kommt vermutlich nicht in Frage, denn die Interessengemeinschaft favorisiert ja bereits in den einführenden Grundgedanken das “Herantreten an das Wasser”! – natürlich in Verbindung mit einer Absturzsicherung. Die angedachte Aussichtplattform könnte sich auch in Form einer Dachterrasse über einer kleinen Gastronomie ergeben. Die Zuwegung sollte aber mit Flüsterasphalt nachgebesssert werden. Parkplätze sind ja bereits reichlich vorhanden.

    Schlösse man den “Touirismusgedanken” im Sinne der “Naherholung” aus, so könnte man sich insbesondere im Interesse der Jugend und der sportlich engagierten Bevölkerung Dülmens eine “Double cable” – Bahn mit Badestrand wie in Hamm oder Paderborn vorstellen. Der Standortentscheidung wäre perfekt, das Gelände mit allen sonstig einplanbaren Freizeitmöglichkeiten würde professionell verwaltet, ohne größere Lärmbelastung tagsüber und eingezäunt mit Ruhegarantie nach 22.00 Uhr, von steuerlichen Einnahmen und Einsparungen für die infrastrukturelle Erstellung und Gestaltung des Geländes mal ganz abgesehen. Eine kostenlose Aufenthaltsqualität für sonstige Erholungssuchende könnte zuzsätzlich auch im direkten Umfeld der Kreiseiche gewährleistet werden z. B. in Form einer Hochseilbahn, darüber hinaus sollte auch die “Sogwirkung” für den kommunalen Tourismus nicht unterschätzt werden.

    Welche Lösungsmöglichkeiten böten sich aber für die Windsurfer und Angler an. Für die Angler bliebe noch der kleinere Seeteil erhalten, die Windsurfer müssten evtl. an ein anderes Gewässer umziehen und mit den Halteraner Segelfreaks fusionieren. Warum nicht schon ein Teil des Silbersees III für den Windsurfsport freigegeben wird, wo doch bereits Boote für Angler genutzt werden dürfen, das erschließt sich für den Beobachter der “ungefährdeten” Freiraumszene nicht gänzlich.

    Vielleicht findet sich aber auch im Interessee der “Naherholung” für die Windsurfer noch eine bisher nicht freigegebene Ausweichlösung am Bulderner See, für die Angler weiterhin genügend Fisch trotz einiger Badegäste mit jugendlichem Gemüt und für die ältere Generation noch ausreichend Raum zur ruhigen Einkehr? Bliebe noch die Lösung des Müllproblems für die Anlieger! Hilfe zur Selbsthilfe ist möglich!

     
  4. Dittmar Simon

    Übrigens, was ich als erweiternden Nutzungsvorschlag fast noch vergessen hätte, der Samsonsee böte sich auch für die Tauchausbildung an. Eine Übungsplattform für den DLRG ist ja bereits vorhanden. Tauchen ist bekanntlich ein Sport, bei dem der Naturgenussgedanke ganz oben an steht. Angler, die behaupten, dass Taucher die Fische verscheuchen, waren noch nicht als Beobachter unter Wasser, um zu erkennen, dass sie selbst als solche erkannt werden.
    Eine kleine, sehr gut geführte Tauchschule aus Senden wäre hier sicherlich der richtige Ansprechpartner. Die Ausbildung vollzöge sich im überschaubaren ruhigen Rahmen, die Wegstreckenentfernung verkürzte sich für den sportlichen Nachwuchs, der auch jetzt schon zu einem beträchtlichen Teil aus Dülmen kommt, erheblich.

     
  5. Dittmar Simon

    Übrigens, was ich noch fast vergessen hätte, der Dülmener Zeitung konnte ich mit großem Interesse entnehmen, dass bereits am 14.12.2015 ein erstes Kennenlerngespräch der jeweilig beteiligten Interessengruppen zum “verborgenen Potenzial” des Bulderner Sees stattgefunden haben soll. Leider bin ich zu diesem Gespräch nicht eingeladen worden, etwas enttäuschend für jemanden, der sich auf seine Art relativ intensiv mit der Entwicklungssituation auch aus fachlicher Sicht auseinandergesetzt hat. Ich glaube so etwas nennt man in aufgeklärten Kreisen auch “Bürgerbeteiligung”!
    Heute bin ich auf einem morgendlichen Rundgang um den See zu der Erkenntnis gelangt, dass sich seit August 2015 an dem Istzustand eigentlich nichts geändert hat. Dann traf ich auf einen nette (indigene) Bulderanerin, die mir verriet, dass selbiger Ortsteil eigentlich von 6 Personen “regiert” wird. Da ich mit diesen weder verwandt noch verschwägert bin, will ich mal vermuten, dass der Einladungsmodus lediglich an der “fehlenden Anschrift” gescheitert ist. Sollte also interesse an einer Erweiterung der Gesprächsrunde bestehen, bitte ich um Berücksichtigung (hier) meiner aktuellen Kontaktdaten: Dittmar Simon, Eschstr. 12, 48249 Dülmen, Tel. 02594 8409946

     
  6. Dittmar Simon

    Zu meiner persönlichen Verwunderung hat mich Herr Schupelius vor ca. 30 Minuten mit mehr als halbjähriger Verzögerung und mit unterdrückter Rufnummer zum ersten Mal kontaktiert.

    Ich bin mir nicht sicher, ob er sich für sein Versäumnis im Namen der Interessengemeinschaft entschuldigen wollte. Es bleibt vielmehr zu vermuten, dass er durch wiederholten Verweis auf den Naherholungsstatus die “Unveränderlichkeit” des bestehenden Bebauungsplans zum Bulderner See betonen wollte.

    Die Interessengemeinschaft Bulderner See dürfte damit innovativen Entwicklungsperspektiven im Interesse des jüngeren Dülmener Bevölkerungsanteils
    eine klare Absage erteilen wollen.

    Die ursprünglich für Anfang Februar angekündigte Anhörung interessierter Dülmener Bürger dürfte damit
    zu einer Farce werden.

     
    1. Jörg Schuppelius

      Sehr geehrter Herr Simon,

      ich möchte nicht auf ihre Interpretationen und Deutungen eingehen.

      Machen sie es doch einfach so wie wir, reichen sie ihre Vorschläge bei der Stadtverwaltung Dülmen ein, die diese dann an das Fachbüro Martina Hoff weiterleiten wird.

      Außerdem haben sie die Möglichkeit, die Presse einzuschalten.

      Sie überschätzen offensichtlich unsere Einflussmöglichkeiten; wir erarbeiten nicht das Konzept zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität und des Naherholungswertes rund um den Bulderner See, wie es in der Beschlussvorlage WF/UW 120/2015 heißt, wir entscheiden auch nicht darüber, in welcher Form das noch zu erstellende Konzept letztlich realisiert wird.

      Es kann ja auch sein, dass die Stadtverwaltung und / oder die Stadtverordneten ganz andere Vorstellungen haben.

      Wir sind auch nicht verantwortlich dafür, dass der für Ende Januar angedachte offene Beteiligungstermin für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger nicht eingehalten werden konnte.

      Sie sollten schon den richtigenen Adressaten ansprechen.

      Jörg Schuppelius

       
  7. Dittmar Simon

    Sehr geehrter Herr Schuppelius,

    ich bin lediglich dem Presseaufruf Ihrer Interessengemeinschaft gefolgt und habe ein paar grundsätzliche Gedanken zum bekannten Thema ohne Anspruch auf Vollständigkeit formuliert. Es war nicht davon die Rede, dass sich das verborgene Potential des Bulderner Sees in Vorschlägen gegenüber der Stadtverwaltung Dülmen oder in Kooperation mit der Presse offenbaren soll oder sollte ich den Aufforderungscharakter Ihrer Homepage in Verbindung mit der Presseresonanz falsch interpretiert haben.

    Ich habe mich gefragt, warum das Thema so geringe Resonanz bei der Dülmener Bevölkerung hervorruft und habe mich sodann am 27.08.2015 zunächst einmal mit einem persönlichen Statement an die “Streiflichter” gewandt.
    ——————————————————–
    Sehr geehrter Herr Menninghaus,

    dem Aufruf der Interessengemeinschaft Bulderner See zur Beteiligung an einer Konzepterstellung bin ich als Dülmener Bürger mit Vorschlägen auf http://bulderner-see.de/wp-login.php gefolgt, muss aber leider feststellen, dass neben einem Anglerkommentar bis dato keine weiteren Aktivitäten auf dieser Seite zu verzeichnen sind. Ihren Streiflichterartikel vom 19.08.2015 möchte ich deshalb gerne zum Anlass nehmen, meine Gedanken anderweitig, sprich ihren Lesern (mit einem gewissen Aufforderungscharakter) zur Verfügung zu stellen, unter welcher Rubrik auch immer. Vielleicht lässt sich auf diesem Wege mit etwas “einprägsameren Formulierungen” ein wenig mehr Schwung in die Bürgerbeteiligung bringen.

    Fasst man die einleitenden Worte der Interessengemeinschaft “sinngemäß” zusammen, dann sollte in diesem Naherholungsgebiet unter Ausschluss des Badevergnügens und sonstiger jugendlicher Aktivitäten die nötige Ruhe herrschen, die naturnahen Bereiche sollten sich in einem tadellosen Zustand – die bauliche Substanz und die Sauberkeit betreffend – befinden und Nutzungen, die das Gegenteil bewirken könnten, sollten von vornherein ausgeschlossen werden. Eine derartige Erwartungshaltung passt natürlich gut in eine überalterte Gesellschaft, lässt aber der jungen Generation wenig Spielraum zur Selbstentfaltung, ein Phänomen, das man auch anderorts immer deutlicher beobachten kann.

    Der 1. Kommenntar ist zu “vernachlässigen”, stellt er doch nur eine erste gefühlte Reaktion auf die “Ideenlage” der Interessengemeinschaft dar.

    Der 2. Kommentar bezieht sich stärker auf das “verborgene Potential” und gibt die realen Verhältnisse am Bulderner See an einem sonnigen Nachmittag in der Woche wieder…. Ein Naherholungsgebiet sollte neben sonstigen Infrastruktureinrichtungen natürlich auch die nötigen Sicherheitsstandards bieten. Vorhandene Freizeitnutzungen sollten auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überfprüft und der reale Freizeitbedarf ermittelt werden, damit sich die Angelegenheit nicht zu einem Flop auswächst. Ferner sollte geprüft werden, welche Kosten für die Weiterentwicklung des Gebietes zu erwarten sind und wer künftg die Verwaltung bzw. Pflege der Freizeiteinrichtungen übernehmen soll. Mein Vorschlag, den Aufbau einer Wasserski- und Wakeboardanlage einem erfahrenen Investor zu übertragen, beruht auf sportlichen Eigenerfahrungen in diesem Bereich wie auch unter angehängtem ….

    [( Kommentar! Es sei lediglich angemerkt, dass der Rundwegecharakter auch bei Einfriedung des Wassersportareals erhalten bleiben könnte. Heute kommen verbreitet schwimmende Stege und Laufpontons zum Einsatz. Dem Spaziergämger würde sommertags optisch mehr Abwechslung auf dem See geboten. Lärm wird nicht verursacht. Wasservögel gewöhnen sich recht schnell an die vorgegebenen Wege der Wassersportler – siehe z.B. auf der Wasserskianlage Hamm – 1 brütendes Schwanenpaar in 2015)] Anm. vom 10.03.2016

    3. Kommentar zur Perspektive Tauchsport. Diese Nutzungen bieten das gewünschte Ruhepotential, verursachen keine weiteren Kosten und können bei Bedarf im fertiggestellten Rahmen besucht und geprüft werden. Die Standortqualität ist aus Sicht des bzw, der Betreiber gegeben: die nächstgelegenen Wasserskianlagen gibt es in Hamm, Beckum und in der Nähe von Osnabrück. Die Tauchsportler müssen in der Regel für ihre Ausbildung auf das Speicherbecken in Lingen oder einen Baggersee in Holdorf zurückgreifen. Am Bulderner See müsste sich lediglich eine Einigung mit dem DLRG Dülmen (und den Anglern am größeren Seeteil / den Surfern) erzielen lassen. Bei den Tauchern handelt es sich meist um Feierabendaktivitäten, von kleineren Exkursionen am Wochende abgesehen.

    Die Zukunft der ehemaligen “Farmgebäude” kann nur hypothetisch für ein Gesamtkonzept prognostiziert werden.

    Die Eigentumsverhältnisse sind wohl immer noch nicht geklärt, insofern hängt auch der Bulderner Surfclub bezüglich seiner Zukunftsperspektiven weiterhin in der Luft – vgl. hierzu die Schriftwechsel mit der Stadt Dülmen auf der Vereinshomepage.

    In diesem Sinne ohne weitere Worte und mit freundlichen Grüßen!

    Dittmar Simon

    Eschstr. 12
    48249 Dülmen
    Tel. 02594 8409946
    ________________________________

    Also Herr Schuppelius, warum reichen Sie folglich ihre Vorschläge bei der Stadt Dülmen ein und machen diese auf ihrer eigenen Seite nicht öffentlich? Wie ich Ihnen bereits telefonisch verständlich zu machen versuchte, sollten Belange, die von öffentlichem Interesse sind, auch öffentlich zur Diskussion gestellt werden. Welchen Sinn sollte folglich eine Befragung der unterschiedlichen Interessengruppen seitens der Stadt Dülmen machen, wenn doch jeder Adressat für sich seine ureigenen Vorstellungen auch schriftlich formulieren könnte. Diskussionen können befruchtend wirken, aber doch nicht im Verborgenen oder hinter vorgehaltener Hand. Es geht hier doch wahrlich nicht um die Frage von Einflussmöglichkeiten oder Entscheidungskompetenz bzw. um die Bedeutung terminlicher Zwänge, die zum Gelingen einer derartigen Aktion beitragen könnten. Vielmehr müssen Sie sich doch den Vorwurf gefallen lassen, dass Sie diesen “Verwaltungs(um)weg” im ureigenen Interesse gehen und damit Ihren selbst gesetzten Zielvorstellungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit widersprechen. Schade drum, aber möglicherweise wollten Sie ja nur zum “Totentanz” animieren und die Beiträge lediglich zum direkten Abgleich mit Ihren persönlichen Interesenlagen nutzen?
    Fakt bleibt, dass Sie mit Ihrer monatelangen Zurückhaltung Ihre eigene Homepage “vergewaltigt” haben.

     
  8. Dittmar Simon

    Wie Recht Sie haben Herr Schuppelius, man kann die Kommunikationswege auch abkürzen:

    Die Interessengemeinschsft “Bulderner See” formuliert ihre Zielsetzungen wie folgt – vgl. Homepage zu “Wir über uns”!

    Wir fühlen uns angesprochen für unser Naherholungsgebiet Verantwortung zu übernehmen, wir möchten selbst Vorschläge unterbreiten, darüber diskutieren, und die Finanzierung der Projekte durch bare und unbare Eigenleistung, sowie durch Sponsoren begleiten.

    Was ist hiervon tatsächlich realisiert worden?
    ______________________________________________________

    Sehr geehrte Frau Hoff,

    möglicherweise habe ich den Aufruf der Interessengemeinschaft zum “verbotenen Potenzial” des Bulderner Sees falsch verstanden, aber ich bin der Meinung, dass es für einen Gedankenaustausch eigentlich nie zu spät ist. Offensichtlich hat die Interessengemeinschaft diesbezüglich ihren eigenen Weg gewählt und damit ihre selbst gewählten Intentionen ad absurdum geführt. Deshalb mache ich es kurz und stelle Ihnen ein paar Gedanken zum bekannten Thema in kopierter Form zur Verfügung – vgl. auch Homepage der Interessengemeinschaft – unter Ausschaltung des Verwaltungsweges.

    Die ehem. Rödder – Tongruben in Buldern werden voraussichtlich zum Naturschutzgebiet deklariert, das nationale Naturerbe der Borkenberge und das des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Lavesum zu etwa zwei Dritteln gehen an den BDU, …Naturschutz ist sicherlich eine gute Sache, aber in Dülmen und Umgebung inzwischen so eine Art Zauberwort und oftmals Ausdruck von Phantasielosigkeit, wenn es um die räumliche und inhaltliche Öffnung für öffentliche Belange insbesondere des jungen Bevölkerunsganteils geht. Ein Beispiel am Rande, aber symptomatisch für die Situation: so sind z.B. die Motocrosser wegen ihrer ungeregelten Sportausübung in der Öffentlichkeit zu einem Feindbild hochstilisiert worden.
    “Offensichtlich” lässt sich im gesamten Umfeld kein geeignetes Übungsgelände für die Motorsportler finden, um diese Diskussion endlich einmal im Keim zu ersticken.
    Ähnlich verhält es sich mit der Toleranz von jugendlichen Freizeitaktivitäten am Bulderner See. Es mangelt an frei zugänglichem Bewegungs- und Erholungsraum. Damit sind keine Spielplätze für Kleinkinder gemeint oder Sitznischen für die Anglerjugend. Gelegentliche Surfaktivitäten bilden hier im Rahmen der Anfängerausbildung eine Ausnahme. Es sind lediglich adäquate Angebote gefragt, die sich natürlich je nach Sichtweise nicht ganz einfach mit der Terminologie “Naherholung” harmonisieren lassen.

    Es wäre bereits ein Efolg, wenn Sie diese Option gedanklich in Ihren Planungen rund um den Bulderner See einbezögen.

    Mit bestem Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

    Dittmar Simon

     
  9. Dittmar Simon

    Guten Morgen Herr Schuppelius,

    man muss auch verlieren können. Deshalb darf ich Ihnen und Ihrer Interessengemeinschaft von hier aus zur Durchsetzung Ihrer persönlichen Interessenlagen und derer der Stadspitze gratulieren.
    Der Landschaftsplan Buldern dürfte zu einem Paradebeispiel innerhalb naturschutzfachlicher Lehrinhalte werden, wie zukunftsfähige Stadt-/Raumplanung durch Landschaftsplanung behindert bzw. sogar nachhaltig blockiert werden kann.
    Schade um das “unverbrauchte Potential” des Planungsbüros Martina Hoff, das sich angesichts der engen Umklammerung des Bulderner Sees mit Naturschutzgebieten vor die Frage gestellt sieht, was es dort eigentlich noch zu entwickeln gibt oder mal anders herum formuliert, wofür es diesen Auftrag eigentlich erhalten hat? Es bleibt nur noch ein schmaler Saum für die öffentliche Nutzung übrig. Die Entwicklung der Kreiseiche ist bereits ein Thema von gestern. Tragfähige Entwicklungsperspektiven bleiben im “verbotenen Potential” des Bulderner Sees hängen. Da verwundert es schon ein wenig, dass der Redakteur der DZ Herr Michalak heute zu berichten weiß, dass das Jentschura Gelände bereits als “verborgenes Potential” überplant wurde. Hätte man dann nicht ehrlicher Weise auch die Planungsfantasien der Bürger unter Einbezug dieser Zukunftsperspektive methodisch anders ansprechen müssen? Anlässlich des Bürgerworkshops wurde dieser Aspekt noch völlig aus der Betrachtung ausgeklammert. Seitens Frau Stremlau wurde lediglich geweissagt, dass der Ankauf des Filetstücks an den permanent steigenden Kaufreisvorstellungen des Eigentümers scheiterte.

    Schade aus meiner Sicht, dass wieder einmal auf die Berücksichtigung der Ideenwelt junger Bürger verzichtet wurde. Ein Workshop in Form eines Ideenwettbewerbs wäre sicherlich auch für die Schullandschaft eine Option gewesen. Hier wird täglich auf die Einhaltung von Regeln geachtet. Wo wird aber der Kompensationsraum zwecks eigenständiger Entfaltung der Persönlichkeit zur Verfügung gestellt? Im Elternhaus und in den Sportvereinen? !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Selbstverständlich auf dem Jentschura-Grundstück!!!!!!!, dort wo diese Halbmündel “natürlich” nach wie vor als störend empfunden werden. Schön, dass es aber noch tolerante Menschen gibt!

    Nur schwer vorstellbar, dass diese Zukunftsnutzer auf eine orientierende Ausschilderung des Naherholungsgbietes verzichten würden, wohl aber eher auf die angedachten Verbotsschilder ihrer Großeltern. Interessant auch, dass plötzlich eine umweltfreundliche Zufahrtmöglichkeit (für Rettungsfahrzeuge) möglich werden soll, die Bikers Farm ehemals versagt wurde. …

    Wie gesagt, viele gute Ideen wurden seitens interessierter Bürger entwickelt; was letztlich hiervon realisiert werden kann, wird letztlich im “Schilfgürtel” entschieden, in dem auch “Bikers Farm” hängen gebieben ist. Es mangelt an Öffnung für die Natur des Menschen (vgl. Markus Michalak, DZ- Kommentar vom 13.05.2016). Deshalb sollte im Bulderner Landschaftsplan auch ein Friedwald für Naturschützer eingeplant werden, um über dessen Vermarktung zusätzliche Steuergelder für die Bezahlung des Planungsbüros und für den Ankauf der Halbinsel anzusparen.

    Erst wenn geklärt worden ist, ob dorten auch BUND – und nicht nur NABU -Mitglieder ihre letzte Ruhestätte finden können, könnte das “verborgene Potential” des Bulderner Sees weiterentwickelt werden.

    In diesem Sinne Herr Schuppelius auf eine nachhaltige döfliche Einbindung des Bulderner Sees.

    MfG! Dittmar Simon

     

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